Pumpeinsatz in Polen mit Beteiligung aus Eberbach

Abgelegt unter: Technische Hilfe — Alessandro Silvestri @ 30. Juni 2010, 21:43

Raphael Kaufmann (1. v.l.) snd Achim Link (1. v.r.) mit ihren Schichtkollegen im polnischen Überflutungsgebiet

Vom 13. bis 26. Juni 2010 leisteten rund 80 THW-Helfer in den überschwemmten Gebieten Polens Katastrophenhilfe. Auch zwei Helfer aus Eberbach halfen mit die Überflutungen einzudämmen. Mehrere sogenannte HCP-Module aus verschiedenen Landesverbänden waren zur Unterstützung der örtlichen Hilfskräfte entsendet worden. Bei den „High Capacity Pumping Modules“ handelt es sich um Einheiten, welche jeweils über eine Havariepumpe mit einer Leistung von 15.000 Litern pro Minute und zwei weitere Großpumpen mit einer Kapazität von 5.000 Litern pro Minute verfügen. Die Geräte können in unzugänglichen Gebieten eingesetzt werden und sind dafür ausgelegt, Wasser über eine Entfernung von bis zu einem Kilometer zu pumpen. Aus dem Ortsverband Eberbach waren die Kraftfahrer Achim Link und Raphael Kaufmann im Einsatz. Mit dem neuen Mehrzweckkraftwagen sammelten sich die Helfer zunächst in Görlitz, um im Anschluss als Verband an die Einsatzstelle zu fahren. Für die Helfer aus Baden-Württemberg stand zunächst die Trockenlegung eines Pumpwerks in der Nähe von Janowiec auf dem Plan. Ein Zufluss der Weichsel könnte nicht mehr wie sonst abfließen und daher mussten die Wassermassen maschinell bewegt werden. Im Anschluss wurden die Freiflächen mehrerer Ortschaften trocken gelegt. Dabei arbeiteten die 15 Helfer aus ganz Baden-Württemberg im Schichtbetrieb. Die Bevölkerung zeigte sich sehr dankbar für die Hilfe aus Deutschland. Nach zwei Wochen im ehrenamtlichen Einsatz traten die Beteiligten die Heimreise an. Die Situation vor Ort hatte sich, auch durch den Einsatz des Technischen Hilfswerks, deutlich gebessert.

Die drei Hochleistungspumpen aus Baden-Württemberg vor einem defekten Pumpwerk in der Nähe von  Janowiec

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