Sturmholzaufarbeitung nach Unwetter

Abgelegt unter: Technische Hilfe — Alessandro Silvestri @ 11. Juni 2007, 23:16

THW-Helfer beim Zersägen einer großen Eichenkrone

Zwar nicht ganz so eindringlich angekündigt wie Orkan Kyrill aber dennoch verheerend zeigte sich ein Sturm am 9. Juni 2007 in Teilen Eberbachs. Neben zahlreichen vollgelaufenen Kellern und vereinzelt umgestürzten Bäumen hatte es den Wald im Tal an der B45 Richtung Gammelsbach besonders schwer erwischt. An der rückwärtigen Werksstraße einer dort ansässigen Firma waren zahlreiche Bäume umgefallen. Diese hatten zum einen die Straße unpassierbar gemacht, zum anderen waren vereinzelt Bäume auf Werkshallen gefallen und hatten die Dächer beschädigt. Direkt am Samstag Abend machten sich die Motorsägen-Spezialisten des THW Ortsverband Eberbach an die Beseitigung der Sturmschäden. Ein kurz zuvor anwesender Erkundungstrupp hatte sich einen ersten Eindruck der erheblichen Schäden gemacht. Von beiden Seiten aus entfernten die Helfer die auf der Straße liegenden Bäume, so dass zunächst eine Fahrspur wieder passierbar gemacht wurde. Auf der einen Seite des Schadensgebietes wurden Sie von einem Beschäftigten der ansässigen Firma mit seinem Traktor unterstützt, für die andere Seite wurde ein Radlader vom Ortsverband Neunkirchen angefordert. Zwei Helfer trafen kurze Zeit darauf mit schweren Räumgerät ein. Um 22 Uhr entschlossen sich die Einsatzführer dazu, keine Beleuchtung aufzubauen und statt dessen lieber am nächsten Morgen weiter zu arbeiten. Hängende Bäume und die Dunkelheit hätten ein Weiterarbeiten unnötig riskant gemacht. Am nächsten Morgen wurde früh mit weiteren Aufräumarbeiten gestartet, die hintere Seite der Straße wurde nun von einem Trupp der Eberbacher Stadtförsterei geräumt. Nach einigen Stunden trafen sich beide Gruppe in der Mitte des Schadensgebietes, eine Fahrspur war nun vollständig passierbar. Dies erleichterte die weitere Aufarbeitung des restlichen Sturmholzes auf der zweiten Fahrspur und ermöglichte eine genaue Begutachtung der Schäden an den Dächern. Zur Mittagszeit wurden die morgens eingesetzten Helfer durch eine kleinere Gruppe mit ausgeruhten Helfern ersetzt, die im Laufe des Nachmittags weiter an der Absicherung des Schadensgebietes arbeiteten. Außerdem wurde ein auf die Concordia-Hütte am Itterberg gefallener Baum entfernt. Größere Schäden an der Bedachung wurden zum Glück nicht festgestellt. Durch ihre gute Ausbildung zur Aufarbeitung von Sturmholz konnten die eingesetzten Helfer sicher und schnell an der Beseitigung der Sturmschäden arbeiten.

Der OV Eberbach war schnell zu Stelle, die Helfer laufen mit der Ausrüstung an den ersten umgestürzten Baum

Ganze Baumkronen bzw. Baumstämme versperrten eine Zufahrtsstraße

THW-Helfer beim Zersägen eines größeren Astes

Der Radlader vom OV Neunkirchen leistete gute Dienste beim Freiräumen der Straße

Auch auf die Concordia-Hütte war ein Baum gefallen, der fachmännisch entfernt wurde

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